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FAQ

Unten finden Sie eine Übersicht über häufig gestellte Fragen. Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, setzen Sie sich bitte jederzeit mit uns in Verbindung info[at]yoursunyourenergy.com

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Eine Photovoltaikanlage ist ein hochwertiges Produkt mit einer langen Lebensdauer von über 30 Jahren - wenn gute Komponenten eingesetzt wurden und Planung und Installation nach den Regeln der Technik erfolgt sind.

Doch üblicherweise kann der Laie nur schwer erkennen, welche Qualität die Anlage aufweist. Hier hilft in Deutschland der Photovoltaik-Anlagenpass.

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Photovoltaik, oft mit PV abgekürzt, ist ein Verfahren zur Erzeugung von Elektrizität, indem die Sonneneinstrahlung anhand von Halbleitern mit photovoltaischem Effekt umgewandelt wird.

 

Das Wort „Photovoltaik“ (PV) besteht aus zwei Begriffen: Photo - von Photon, was „Licht“ bedeutet, und Voltaik von „Volt“, der Einheit, die zur Messung des elektrischen Potentials zu einem gegebenen Zeitpunkt verwendet wird.

Photovoltaik-Systeme wandeln das Sonnenlicht mithilfe von Zellen in Elektrizität um. PV-Zellen können aus verschiedenen sogenannten Halbleitermaterialien hergestellt werden. Silizium ist das heute am meisten verwendete Material - es werden jedoch auch noch andere, meist (aus zwei oder mehreren Elementen bestehende) Halbleiterverbindungen verwendet. Sie sind geräuschlos und umweltfreundlich und verwendet eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die Sonne.

 

Die photovoltaische Solarenergie wandelt Sonnenlicht direkt in Elektrizität um, um Beleuchtungs- oder elektrische Anlagen zu betreiben. Eine Photovoltaik-Anlage braucht Tageslicht, direkte Sonneneinstrahlung ist nicht zwingend notwendig. Eine PV-Anlage erzeugt auch unter grauem Himmel Strom.

Ein thermisches Solarenergiesystem erzeugt Wärme und benötigt direkte Sonneneinstrahlung. Diese Energie kann zur Erwärmung von Wasser oder Luft in Gebäuden oder in vielen anderen Anwendungen verwendet werden.

Beide nutzen die Sonneneinstrahlung, auch wenn die Technologie recht unterschiedlich ist.

 

Eine Photovoltaik (PV)-Anlage ist ein System, in dem Solarzellen verwendet werden, um Sonnenlicht in Elektrizität umzuwandeln.

Eine PV-Anlage besteht aus mehreren Komponenten, zu denen Zellen, mechanische und elektrische Verbindungen und Armaturen sowie Verfahren zur Steuerung und/oder Modifikation der elektrischen Leistung gehören. Aufgrund der niedrigen Spannung einer einzelnen Solarzelle (die in der Regel ca. 0,5 V beträgt), werden mehrere Zellen in PV-Modulen zusammengeschlossen, die wiederum in einer bestimmten Anordnung verschaltet werden.

PV-Systeme werden für Eigenheime, Büroräumlichkeiten, öffentliche Gebäude oder abgelegene Standorte verwendet, an denen ein Anschluss an das Stromversorgungsnetz entweder unmöglich oder zu teuer ist. PV-Systeme können auf Dächern oder an Gebäudefassaden installiert oder als eigenständige Anlage betrieben werden. Durch die innovative PV-Array-Technologie und Montagesysteme kann PV sowohl auf vorhandenen Dächern montiert als auch  leicht in Gebäudefassaden im Baustadium integriert werden. Bei der modernen PV-Technologie wurden rasante Fortschritte gemacht, und die PV-Technologie beschränkt sich nunmehr nicht länger auf quadratische und flach angelegte Panelstrukturen, sondern ist unter Umständen geschwungen, flexibel und kann der Gebäudestruktur entsprechend geformt werden.

„Netzgekoppelt“ bedeutet, dass die Anlage an das Stromversorgungsnetz angeschlossen ist. Über diesn Anschluss kann eine Überproduktion an Strom in das Stromversorgungsnetz eingespeist und an das Stromversorgungsunternehmen verkauft werden. Ein netzgekoppeltes  PV-System ist so ausgelegt, dass der tägliche Strombedarf ganz oder teilweise gedeckt wird. Zu den typischen netzgekoppelten Anwendungen gehören Dachanlagen auf Privathäusern.

„Netzferne Systeme“ sind nicht an ein Stromversorgungsnetz angeschlossen. Netzferne Systeme tragen in vielen Entwicklungsländern zur Elektrifizierung in ländlichen Gebieten bei. PV wird ebenfalls in vielen Industrieanwendungen eingesetzt, in denen eine Netzkopplung nicht möglich ist, wie z.B. bei der Telekommunikation - vor allem, um entfernt gelegene, ländliche Gegenden mit dem restlichen Land zu verbinden.

Photovoltaische Zellen werden gleichermaßen in vielen Elektroapparaten eingesetzt - unter anderem in Armbanduhren, Taschenrechnern, Spielzeug, Batterieladegeräten und professionellen Sonnendächern für Autos. Weitere Anwendungen umfassen den Betrieb von Anlagen wie Rasensprenger, Verkehrsschilder, Signalanlagen, Fernbeleuchtungen und Sicherheitstelefone.

 

Die Komponenten eines netzgekoppelten PV-Systems sind: PV-Module - wandeln Sonnenlicht in Elektrizität um -, ein Wechselrichter, um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, eine Unterkonstruktion, bestehend aus Montagestruktur, Verkabelung und elektrischen Schutzelementen, sowie ein Energiezähler, um die Menge des in das Stromversorgungsnetz eingespeisten Stroms aufzuzeichnen.

Netzferne (autonome) Systeme verwenden Laderegler anstelle von Wechselrichtern und verfügen über eine Speicherbatterie. Sie garantiert eine Stromversorgung auch zu Zeiten, in denen  Sonnenlicht fehlt, z.B. nachts.

 

Solarzellen erzeugen Gleichstrom. Die meisten von uns verwendeten Elektroapparate benötigen jedoch in der Regel eine Stromzufuhr mit Wechselstrom. Ein Wechselrichter bezieht den von den Solarzellen erzeugten Gleichstrom und wandelt ihn in eine nutzbare Form des Wechseltroms um.  

Zudem wird ein Wechselrichter benötigt, um ein PV-System an das Stromversorgungsnetz zu koppeln

 

Es wird fälschlicherweise oft davon ausgegangen, dass PV nur in direktem Sonnenlicht funktioniert und daher nicht für den Betrieb in gemäßigtem Klima geeignet ist. Das stimmt jedoch nicht: Bei der Photovoltaik wird sowohl direktes Sonnenlicht als auch diffuse Sonneneinstrahlung genutzt – eine PV-Anlage erzeugt auch Strom, wenn der Himmel bedeckt ist. Ein PV-Modul erzeugt sogar Strom, wenn es künstlichem Licht ausgesetzt wird! Dennoch gilt: Die Menge der verwertbaren Elektrizität, die ein PV-Modul erzeugt, ist proportional zur Intensität des Sonnenlichts, das auf die Konversionsfläche einfällt. Je mehr Sonnenlicht vorhanden ist, desto größer ist das Potenzal der Elektrizitätserzeugung.

Die Annahme, dass ein PV-Modul, das mittags bei unbewölktem Himmel der Sonne ausgesetzt wird, seine maximale Stromleistung erreicht, ist also durchaus richtig. Daher kann man sagen, dass PV-Module an sonnigen Tagen mehr Strom erzeugen als an Tagen, an denen der Himmel bewölkt ist. Nichtsdestotrotz generiert ein PV-Modul auch an bewölkten Tagen Strom.

 

Die Stromerzeugung einer PV-Anlage hängt von externen (Umweltfaktoren) und internen (Technologie, Auslegung des Systems) Parametern ab.

DieParameter sind im einzelnen:

  • Größe der PV-Anlage und der eingesetzten Technologie.
  • Ausrichtung des PV-Moduls zur Sonne. Dieoptimale Ausrichtung für Anlagen nördlich des Äquators ist gegen Süden.
  • Neigungswinkel oder Neigung des Daches. In europäischen Ländern beträgt die optimale Neigung 30-35 Grad
  • Sonneneinstrahlung am Standort.
  • Klimazone.

Modulverschattungen etwa durch Bäume, Schnee oder Schattenfall - selbst, wenn diese nur zu bestimmten Tageszeiten auftreten – reduzieren den Ertrag des gesamten Systems und sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

 

Netzparität bedeutet, dass selbst produzierter Solarstrom aus Sicht des Endverbrauchers dieselben Kosten je kWh verursacht wie der Einkauf bei einem Netzbetreiber.

Angesichts sinkender Stromerzeugungskosten und des Preisanstiegs der herkömmlichen Elektrizität werden Solaranlagen im Verlauf der nächsten Jahre immer wirtschaftlicher. Zur Wirtschaftlichkeit trägt bei, dass Solarstrom vorwiegend zur Mittagszeit erzeugt wird, d.h. zu einem Zeitpunkt, an dem herkömmlicher Strom besonders teuer ist.

So gilt als sicher, dass die Netzparität  auf mehreren Märkten in Europa ab 2010 allmählich erzielt wird. Die Länder mit der größten Sonneneinstrahlung und erhöhten Strompreisen, wie beispielsweise Italien und Spanien, verfügen über das Potential, die Netzparität ab 2010 bzw. 2012herzustellen. In Deutschland wird die Netzparität im Jahr 2012 erreicht,  die meisten anderen EU-Länder sollen schrittweise bis 2020 folgen. Man kann für Deutschland sogar davon ausgehen, dass Solarstrom in ein bis zwei Jahren - je nach Standort und Stoßzeiten - für Privathaushalte billiger sein dürfte als vom Netzbetreiber bezogener Strom.

 

Der Leistungsverlust  der PV-Module hängt von der Art der PV-Module ab, die installiert wurden. Die Degradierung während einerr Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren wird bei kristallinen PV-Modulen auf zehn bis zwanzig Prozent geschätzt

 

Wie hoch die CO2-Ersparnis eines Solardaches ist, hängt von mehreren Faktoren ab, einschlieβlich

  • der Energiequelle, die durch die Solarenergie ersetzt wird (Kohle, Gas, Wasserkraft, Nuklearenergie...)
  • der Menge der vom Solardach erzeugten Energie (abhängig vom Standort des Daches, der Neigung und Verschattung)
  • der Menge der zur Herstellung der photovoltaischen Anlage erforderlichen Elektrizität (Module, Wechselrichter, Kabel usw.)
  • den „Energiegewohnheiten“ des Eigentümers des Solardaches.

Zu Ihrer Orientierung: Falls Ihre Elektrizität von einem Kohlekraftwerk stammt, werden mit jeder vom Verbraucher entnommenen Kilowattstunde etwa 1000 g CO2 ausgestoßen. Stammt Ihr Strom von einem Wasserkraftwerk, ist der entstehende Ausstoß an CO2 erheblich geringer -  er beträgt weniger als 10 g.

Ein wichtiger Faktor, der die Effizienz der Solardach-Anlage bestimmt,ist die Auslegung des Systems. Ist diese fehlerhaft - das ist beispielsweise der Fall, wenndie Module in Richtung Norden ausgerichtet und um 90° Grad geneigt sind -, fällt die Stromleistung sehr niedrig aus, und das System ersetzt die herkömmliche Elektrizität nicht ausreichend.

 

Auf jeden Fall! In Deutschland beträgt die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung 1000 kWh pro Quadratmeter. Dies reicht aus, um mit effizienten Solaranlagen eine beträchtliche Menge an Elektrizität und Wärme aus Solarenergie zu erzeugen.

Klar ist, dass südliche Regionen die Netzparität und nötige Wirtschaftlichkeit viel schneller erreichen.

Somit macht es durchaus Sinn, in Europa Solarstrom zu erzeugen, nicht zuletzt, weil Europa dadurch weniger von Energieimporten abhängig sein wird. Aber auch weil:

  • der Kraftstoff kostenlos ist
  • kein Lärm, keine Schadstoffemissionen oder Abgase entstehen
  • PV-Systeme sehr sicher und zuverlässig sind
  • Elektrizität so auch in entlegene, ländliche Gebiete gebracht werden kann
  • die Amortisationszeit eines Moduls zunehmend abnimmt
  • Tausende von Arbeitsplätzen geschafft werden
  • die Solarenergie dazu beiträgt, Europas Energieversorgung zu sichern.
 

Der beste Weg, um eine sichere Energieversorgung für die Zukunft zu sichern, ist eine Mischung verschiedener erneuerbarer Energiequellen, eine intelligente Lastverwaltung in Kombination mit Energiespeicherung. Auf diese Weise kann anhand von erneuerbaren Energiequellen eine sichere, klimafreundliche und nachhaltige Energieversorgung gewährleistet werden.

Solarstrom ist vor allen Dingen zur Deckung von Stromspitzen (mittags und im Sommer) verfügbar und lässt sich ausgezeichnet durch Windenergie ergänzen, deren Stromspitzen gröβtenteils im Winter erreicht werden. Biomasse, Wasserkraft und geothermische Energie sind dauerhaft verfügbar und gleichen eventuelle Defizite aus.

 

Die geschätzte Lebensdauer eines PV-Moduls beträgt 30 Jahre. Außerdem ist die Leistung des Moduls mit über 80 Prozent der anfänglichen Leistung  auch nach 25 Jahren Betrieb ausgezeichnet, was Photovoltaik langfristig zu einer sehr zuverlässigen Technologie macht.

Die meisten Hersteller geben Leistungsgarantien von 80 Prozent der anfänglichen Modulleistung nach 20 Jahren an. Bei den elektronischen Komponenten und Zubehör ( z. B. Wechselrichter) übersteigt die Garantie in der Regel nicht zehn Jahre. Eine Garantieverlängerung kann beantragt werden.

Aber dies bedeutet nicht, dass PV-Systeme nach 20 bis 25 Jahren keine Energie mehr generieren. Die meisten PV-Systeme, die vor über 25 Jahren installiert wurden, produzieren heute noch immer Strom!

 

Ist ein PV-Modul defekt oder generiert keine Elektrizität mehr oder bei gleichen Bedingungen viel weniger Energie als zuvor, wird dies in aller Regel durch die Leistungsgarantie des Herstellers gedeckt, die bei einem Leistungsabfall von über 20 Prozent in Anspruch genommen werden kann.

 

Angesichts der sinkenden Stromerzeugungskosten und des Preisanstiegs der herkömmlichen Elektrizität aufgrund von Öl- und Gaspreisen werden Solaranlagen im Verlauf der nächsten Jahre immer wirtschaftlicher werden.

Ein erheblicher Vorteil des Solarstroms ist, dass er vorwiegend während des Tages erzeugt wird, d.h. in einem Zeitraum, in dem der Bedarf sehr hoch und herkömmlicher Strom daher auch besonders teuer ist. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass PV normalerweise dort erzeugt wird, wo auch Bedarf besteht; daher müssen keine großen Investitionen gemacht werden, um die Infrastruktur des Elektrizitätsnetzes zu erweitern.

Langfristig wird Solarstrom wesentlich billiger sein als herkömmliche Energie. Wie alle Energieerzeugungsverfahren (Kohle, Gas, Nuklearenergie usw.) erforderte und erfordert Solarenergie staatliche finanzielle Unterstützung, um die Technologie weiterzuentwickeln und die Preise wettbewerbsfähig zu gestalten.

Hier ist die Solarenergie bereits auf gutem Weg: Während die Kosten der auf herkömmliche Weise erzeugten Energie in den letzten Jahren beständig gestiegen sind und - da deren Ressourcen begrenzt sind - weiterhin erheblich steigen werden, sind die Kosten des Solarstroms aufgrund der steigenden Massenproduktion um bislang durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr gefallen.

 

Der PV-Solarmarkt hat in den vergangenen  Jahren floriert, und dieser Trend wird in den kommenden Jahren voraussichtlich anhalten. Ende 2007 überstieg die kumulierte globale Kapazität 9 GWp. Langfristig ist davon auszugehen, dass Solarstrom zu einem steigenden Teil des Gesamtenergieverbrauchs beitragen könnte.

In ihrem im September 2008 publizierten Bericht „Solar Generation“ gelangen Greenpeace und der Europäische Photovoltaik-Industrieverband (EPIA) zu der Schlussfolgerung, dass Solarstrom ab dem Jahr 2030 im Wesentlichen zur Deckung des Energiebedarfs von zwei Dritteln der Weltbevölkerung beitragen kann - einschließlich in abgelegenen Gebieten.

Der Bericht bestätigt das eindrucksvolle Wachstum des Solarstrom-Sektors und zeigt dessen Potenzal auf, ein Energielieferant auf globaler Ebene zu werden. Er schätzt, dass bis zum Jahr 2030 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 1800 GW weltweit errichtet sein werden. Dies macht über 2600 TWh an erzeugter Elektrizität pro Jahr.

Diese Leistung reicht aus, um über 1,3 Milliarden Menschen in Industrieländern und über drei Milliarden Menschen in entfernten ländlichen Gegenden, die keinen Zugang zu Strom haben, mit Elektrizität zu versorgen.

 

Im Solarsektor ist in absehbarer Zeit auch ohne staatliche Zuschüsse ein großer Zuwachs zu erwarten. Aufgrund der steigenden Kosten der herkömmlichen Energiequellen, der sinkenden Kosten der erneuerbaren Energien sowie des wachsenden Exportmarkts könnte die Solarthermie dies innerhalb der nächsten fünf Jahre und der PV-Sektor innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre erreichen.

Infolge der steigenden Verkaufszahlen, die einen Skaleneffekt nach sich ziehen, und den Bemühungen verschiedener Hersteller, die Kosten der Photovoltaik-Produkte zu senken, ist zu erwarten, dass die Photovoltaik in Südeuropa im Jahr 2012 und in den meisten Ländern Europas im Jahr 2020 mit den Elektrizitätspreisen konkurrieren kann.

Bis dahin hängt die Markteinführung der Solarenergie weiterhin von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab, falls sie wettbewerbsfähig werden und auf dem Weltmarkt überleben soll. Bis dies der Fall ist, benötigt der Sektor Investitionssicherheit zur Entwicklung von Solarkraftwerken, die deren enormen Entwicklungsaufwand berücksichtigen; Verbraucher wiederum brauchen  rechtlich sichere Anreize, um in die Installation von Solaranlagen zu investieren. Die Kostensenkung kann durch entsprechende Forschungsentwicklung und eine groß angelegte Umsetzung mit kosteneffizienten Finanzinstrumenten, wie beispielsweise der erweiterten Einspeisevergütung, erzielt werden.

 

Netzgekoppelte private Solaranlagen: Über den Anschluss an das örtliche Stromversorgungsnetz kann eine Überproduktion an Strom in das Stromversorgungsnetz eingespeist und an das Stromversorgungsunternehmen verkauft werden.

Netzgekoppelte Solarkraftwerke: Diese Anlagen, die ebenfalls netzgekoppelt sind, erzeugen eine große Menge photovoltaischer Energie an einem einzigen Punkt.

Netzferne Systeme zur ländlichen Elektrifizierung: Ist kein Zugang zur zur allgemeinen Stromversorgung möglich, wird das System über einen Laderegler an eine Batterie angeschlossen. Typische netzferne Anwendungen werden eingesetzt, um entlegene ländliche Gebiete (Berghütten, Entwicklungsländer) mit Strom zu versorgen.

Netzferne industrielle Anwendungen: Solarstrom für Fernanwendungen wird sehr häufig im Bereich der Telekommunikationgenutzt, insbesondere, um entlegene ländliche Gebiete mit dem Rest des Landes zu verbinden.

Konsumgüter: In vielen Elektroapparaten stecken photovoltaische Zellen - unter anderem in Armbanduhren, Taschenrechnern, Spielzeug, Batterieladegeräten und professionellen Sonnendächern für Autos.

 

Technologie mit kristallinem Silizium: Kristalline Siliziumzellen werden aus dünnen Scheiben hergestellt, die aus einem einzigen Siliziumkristall (monokristallin) oder aus einem Block an Siliziumkristallen (polykristallin) geschnitten werden.

Es gibt drei wesentliche Arten kristalliner Zellen:

- Monokristallin (Mono c-Si)

- Polykristallin (oder multikristallin) (multi c-Si)

- Siliziumbänder (ribbon-sheet c-Si)

Dünnschicht-Technologie: Zur Herstellung von Dünnschichtmodulen werden besonders dünne Schichten photovoltaisch aktiven Materials auf eine kostensparende Unterlage aus Glas, rostfreiem Stahl oder Kunststoff angebracht. Im Gegensatz zu Silizium-Modulen wird das Material unter Einsatz eines Lasers geteilt, um eine Vielzahl dünner Zellen zu schaffen, die notwendig sind, um ausreichend Leistung zu erzeugen.

Dünnschichtmodule sind in der Regel zwischen zwei Glasschichten eingefasst und haben keinen Rahmen. Das aktive Material kann jedoch auch in dünnem Kunststoff eingefasst werden, wodurch die Zelle bzw. das Modul flexibel wird. Dadurch entsteht die Möglichkeit, das Modul in einer Vielzahl von Anwendungen, insbesondere zur Gebäudeintegration und in Endverbraucher-Anwendungen, zu nutzen.

Derzeit sind vier Arten an Dünnschichtmodulen erhältlich, die sich je nach verwendetem aktivem Material unterscheiden:

- amorphes Silizium (a-Si)

- Cadmiumtellurid (CdTe)

- Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIS, CIGS)

- Mehrfach-Dünnschicht-Silizum (a-Si/μc-Si), bestehend aus zwei oder mehreren Schichten amorphen und mikro-kristallinen Siliziums

Konzentrator-Photovoltaik-Systeme (CPV): Manche Solarzellen sind für den Betrieb mit konzentriertem Sonnenlicht geschaffen. Diese Zellen werden in konzentrierende Kollektoren eingebaut, die das Sonnenlicht anhand einer Linse auf die Zellen bündeln. Die grundlegende Idee dabei ist, sehr wenig hocheffizientes, aber teures Halbleiter-PV-Material zu verwenden, um damit so viel Sonnenlicht zu bündeln wie irgend möglich.

Konzentrator-Photovoltaik (CPV) basiert entweder auf Siliziumzellen oder III-V-Verbindungen (meist Galliumarsenid: GaAs), und der Konzentrationsfaktor reicht von zweifacher  bis zu tausendfacher Sonneneinstrahlung. Die Verwendung solcher Linsensets erfordert allerdings, dass die Module ständig zur Sonne ausgerichtet sind. Dies kann anhand eines Nachführsystems erreicht werden, das die Linse laufend neu justiert.

Neue und zukünftige Technologien: Die Herstellung von PV-Zellen verbessert sich infolge des technologischen Fortschritts und der sich verändernden Industrieverfahren zunehmend. Die weitere Materialentwicklung umfasst sowohl eine weitergehende Optimierung der bereits beschriebenen Zellenkonzepte als auch die Entwicklung und Vermarktung neuer Konzepte wie z.B. Polymer-Solarzellen und andere Arten organischer Solarzellen (Grätzel- oder Farbstoffsolarzellen).

 

PV könnte weltweit bis 2020 bis zu 3,7 Millionen bzw. bis 2050 über 5 Millionen Arbeitsplätze schaffen.

 

Eine weit verbreitere Fehlannahme besagt , dass PV-Anlagen die investierte Energie nicht innerhalb der erwarteten Lebensdauer eines Solargenerators - etwa 25 Jahre - amortisieren.Diese Annahme geht davon aus, dass die energetischen «Auslagen» vor allem bei der Produktion der Solarzellen die letztendlich erzeugte Energie übersteigen.

Die Frage lautet also: Wie schnell gleicht die Menge der mit Solarzellen erzeugten Energie die Menge der Energie aus, die für die Produktion der PV-Anlage aufgewendet werden musste? Kürzlich durchgeführte Studienzeigen, dass die heutigen Systeme eine Amortisationszeit, auch Ertefaktor genannt,  von 0,5 bis zwei Jahre haben und somit weit unter der erwarteten Lebensdauer des Systems liegt.

 

Solaranlagen wandeln Sonnenlicht während des Tages in Elektrizität um. Bei einem netzgekoppelten System leiten die PV-Module den erzeugten Gleichstrom durch einen Wechselrichter, in dem er in Wechselstrom umgewandelt wird. Falls dererzeugte Wechselstrom den Strombedarf übersteigt, speist der Wechselrichter den überschüssigen Strom in das Stromversorgungsnetz ein. Damit kann der PV-Strom von anderen Verbrauchern genutzt werden, Bzw- derüberschüssige Strom wird an das Stromversorgungsunternehmen verkauft.

Falls ein Privathaushalt oder Büroräume mehr Strom verbrauchen, als die PV-Anlage produzieren kann, wird das Defizit durch einen entsprechenden Bezug vom Stroma us dem Versorgungsnetz ausgeglichen. Sofern kein Stromspeicher vorhanden ist, muss z.B. nachts  Wechselstrom aus dem Stromversorgungsnetz bezogen werden.

In vielen Ländern kauft das Stromversorgungsunternehmen die Gesamtheit des generierten PV-Stroms zu einem höheren Tarif (das ist die Regelung zur sogenannten «Einspeisevergütung») ein als der, der für die verbrauchte Elektrizität berechnet wird. Hierbei wird jeweils ein besonderes Messverfahren für die „PV-Erzeugung“ und ein anderes für den „aus dem Netz bezogenen Strom“ eingesetzt und auf jedes Messverfahren ein anderer Tarif angewendet.

 

Die Einspeisevergütung  verpflichtet Stromversorgungsunternehmen, den Herstellern von Elektrizität aus erneuerbaren Energien deren Energieerzeugnis zu einem Prämientarif abzukaufen, wozu sie in der Regel über einen bestimmten Zeitraum verpflichtet sind. Die Regelungmacht die Installation eines erneuerbaren Energiesystems damit zu einer lohnenswerten und sicheren Investition. Zusatzkosten, die durch den garantierten Prämienabnahmetarif entstehen, werden unter allen Stromverbrauchern aufgeteilt, wodurch der Unterschied kaum zu spüren ist.

Die Einspeisevergütung bewirkt erwiesenermaßeneine schnelle und kostengünstige Nutzung der erneuerbaren Energien. Weitere Vorteile, die aus der Einspeisevergütung resultieren: Sie fördert den Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit, Energieversorgungssicherheit und schafft zudem Arbeitsplätze.

So konnte durch die Einspeisevergütung die Amortisationszeit von PV-Anlagen von mehreren Jahrzehnten auf einige wenige Jahre herabgesetzt werden. In Ländern wie Deutschland und Spanien ist dank Einspeisevergütung die Nachfrage nach erneuerbaren Energiesystemen dramatisch angestiegen, während die Installationskosten immer schneller sinken.

Die Einspeisevergütung kann entsprechend der Ressourcen an erneuerbaren Energien, der Energieversorgungs-Infrastruktur und der Zielsetzungen im Bereich der erneuerbaren Energien des jeweiligen Landes angesetzt werden. Es stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, diese Variablen bei der Preisgestaltung zu berücksichtigen - hierzu zählen auch einige Möglichkeiten, die das System mit liberalisierten Energiemärkten kompatibler machen. Das Wichtigste dabei ist, dass jede Technologie, die sich als rentabel erweist, die nötige Unterstützung findet.

Quelle: World Future Council

 

1. Der Kraftstoff (Sonne) ist kostenlos.

2. Es entsteht kein Lärm, keine Schadstoffemissionen oder Abgase.

3. PV-Systeme sind sehr sicher und zuverlässig.

4. Die Amortisationszeit eines Moduls nimmt stetig ab.

5. PV-Module können recycled werden.

6. PV erfordert keine aufwendige Wartung..

7. Elektrizität kann so auch in entlegene ländliche Gebiete gebracht werden.

8. PV kann ästhetisch leicht in Gebäude integriert werden (GiPV).

9. PV schafft Tausende von Arbeitsplätzen.

10. Sie trägt zu einer erhöhten Sicherheit der Deckung des weltweiten Energiebedarfs bei.